FRAUKE DANZER

Ausgangspunkt meiner Arbeiten ist die Reproduzierbarkeit von Lebewesen und die hier entstehenden Möglichkeiten der Überschreitung von tradierten ästhetischen Kategorien und gesellschaftlicher Normen.

In Anlehnung an das herkömmliche Bild der Chimären erarbeite ich laborartige Versuchsanordnungen und Archive, die geklonte Wesen und Hybride durchdeklinieren. Meine bevorzugten Materialien sind Kautschuk, Papier, Textil, Draht und Kunststoff.

Auf der Suche nach dem Poetischen und einer individuellen Würde im scheinbar unmöglichen figürlichen Konstrukt hinterfrage ich allgemeine Vorstellungen von Normalität und versuche auf die Vielschichtigkeit und intrinsische Schönheit organischer Formen zu verweisen.

Die Ambivalenz zwischen anziehender Aura und abstoßenden Details kennzeichnet meine Arbeit, die oszilliert zwischen der Lust am Durchspielen ästhetischer Möglichkeiten bei der Schöpfung seelenloser kreatürlicher Wesen und dem Erschrecken vor der menschlichen Hybris.